Anika berichtet von der EuRuKo 2012

Our Anika reporting back from her EuRuKo experience.

June, 1st-2nd 2012, conference days

Konferenz - Essentials

Essentials

 

Bisher hatte ich ja keine Ahnung. Konferenzen waren in meinem Kopf immer strenge, gestelzte Treffen und irgendwie kriegte ich das Bild von Anzugträgern und Aktentasche nicht aus meinem Kopf. Schön, dann endlich bei der EuRuKo zu landen.

Ballons und Laptops

Ballons und Laptops

Als ich dann im Kino Tuschinsky am Morgen nach der Boat Party in Amsterdam ankam, tauchte ich in eine rote Samtwelt mit leisen Tritten, knuffigen Couchen und gedimmten Licht. So lässt es sich aushalten, dachte ich erfreut, während ich mein Badge und EuRuKo-Tshirt in die Hand gedrückt bekam (Ich hab es versucht, aber nein: es gibt einfach keine total coole, originelle und praktische Art, sein Badge zu tragen – am Ende sieht man eben doch immer aus wie das Schlüsselkind aus dem Hort).

Im Kinosessel sitzen und netten Leuten zuhören, die auf der Bühne etwas erzählen. Klingt gut, dachte ich – und hätte mir nicht träumen lassen, dass ich zweimal an dem ersten Tag nach Hause fahren und mich für 20 Minuten auf die Matratze fallen lassen würde..

Dass ich von den Talks etwas verstanden habe, verdanke ich neben Suchmaschinen
vor allem Sven und Konstantin, die ich während der Vorträge oder auch nachts nach der Party fragen konnte, was denn Garbage Collectoren sind, was ein VM (virtual machine, redet mit dem Computer) macht, dass monkey-patching nicht nur ein lustiges Wort ist und was Rubinius mit Ruby zu tun hat.

Matz, der Entwickler von Ruby, hatte mich schon durch seinen Keynote-Vortrag (hier das Video) davon überzeugt, dass er großartig ist:

Zeit zum Tweeten bleibt

Einige Slides waren nur Chinesisch für mich, aber diese beiden zwei meiner Lieblinge:

Meine Lieblingsfrage aus dem Publikum: “What’s your second favorite tropical food?”
(Nach dem “Ruby is unlike a banana” talk).

 

Ich habe übrigens auch von den Leuten, die hinter screaming beans stecken, gelernt, wie man richtigen Filterkaffee macht (so:)

Filterkaffee für Geeks

Bob Ross slides!

und was Bob Ross-Slides

auf einer Programmiererkonferenz zu suchen haben (your code should look like a beautiful Bob Ross picture! ->Roy).

Zwischendurch hab ich immer mal wieder das Internet auf meinem Schoß zu Rate gezogen:

Zwischendurch hab ich immer mal wieder das Internet auf meinem Schoß zu Rate gezogen

und war froh, dass alle um mich herum sehr nett waren und ich immer noch Svens Tipp beim letzten Rails Girls Berlin Workshop im Ohr hab – Die Rubyszene ist einfach so toll, weil jede und jeder egal welche Frage stellen kann. Keiner würde deswegen ausgelacht, jede Frage ernst genommen. Fazit: Stimmt.

Das Ende des Tages wurde dann immer die Bühne für freiwillige Lightningtalks (genau 5 min. Sprechzeit) geräumt. Einen der interessantesten Lightningtalks (so wurde es mir berichtet) habe ich leider verpasst: Alex K. hat darüber geredet, wie wichtig viel Schlaf ist – ich lag zu der Zeit power nappend auf meiner Matratze.
Wzbw.

Als ich den ersten Tag zur Konferenz kam, hatte ich noch Albtraumszenarien von einsam verbrachten Kaffeepausen im Kopf – und am letzten Tag bei Abstimmung für die Stadt, die die EuRuKo 2013 ausrichten wird, musste ich mir ein kleines Tränchen aus dem Augenwinkel wischen, weil es schon vorbei war. Ich habe innerhalb von drei Tagen unglaublich viele und unglaublich nette Leute kennengelernt und noch einige Sachen fürs Leben gelernt:

Dass man sich in der Kaffeeschlage vordrängeln darf, wenn man einen tollen Garfieldpullover trägt,
dass es wirklich.unglaublich.viele.Fahrräder.gibt. in Amsterdam (und die auch noch gefährlich!)

Sooo viele Fahrräder

dass wenig Frauenanteil tätsächlich eine einzige gute Seite mit sich bringt  – nämlich genau dann, wenn man aufs Klo muss!
und dass Amsterdam wunderbar zu Instagram passt.

Ich habe wildfremden Leute immer wieder mein Telefon zum Nameneintippen in die Hand gedrückt und die Rails Girls-Begeisterung in den Augen so vieler Enthusiasten funkeln sehen und mir voller Begeisterung tryruby nochmal vorgenommen und neue Ideen aufgeschrieben, was ich alles programmieren möchte. Hui!

Alles wäre nicht so möglich gewesen ohne das liebe Schicksal, Matz, euch, alle tollen Neubekanntschaften, die nicht komisch geguckt haben, sondern brav ihre Twitternamen in mein Telefon getippt haben und vor allem auch den beiden, die sich so toll um mich gekümmert haben und mich mitgenommen haben auf die Reise durch 4 Tage Amsterdam, Ruby, Leutekennenlernen und immer mit mir Straßenbahn gefahren sind:

Ein grooßes Danke an euch, Sven und Konstantin!

Und danke an das EuRuKo-Team für eine so schöne Erfahrung, für die großartige Oranisation, den wunderbaren Kaffee und eine schnieke Konferenz.
Bis ganz bald sicherlich, liebe Rubywelt!
Schön wars.

Anika

__
hier geht’s weiter: (talks)
http://vimeo.com/euruko
und so sah’s aus:
http://vimeo.com/43281923
(meine eine sekunde ruhm)
und hier auch:
https://vimeo.com/43346417